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Das Geheimnis des Verliebens Teil 1

  • 7. Feb.
  • 4 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 8. Feb.

Was ich hier schreibe, basiert auf Erfahrungen, die ich in den vergangenen 25 Jahren gemacht habe bei meiner Arbeit für Partnervermittlungen, meiner Zeit als Kundin einer Partnervermittlung, bei den Kontaktrunden, die ich drei Jahre lang veranstaltet habe, in vielen Gesprächen mit Klienten in der psychologischen Beratung und beruht nicht zuletzt auf eigenen Erfahrungen. 

 

Ich spreche hier all die Menschen an - Frauen oder Männer - die wiederholt „unglücklich“ in der Wahl ihrer Beziehungspartner waren. All die, die das Gefühl haben „immer den/die Falsche“ an ihrer Seite zu haben. 

Hier will ich verständlich machen, wie sehr das Sich-Verlieben vom Unbewussten gesteuert wird und wie wenig oftmals der Verstand dabei beteiligt ist.

Ich will erklären, wie man die unbewussten Auslöser erkennt und – nur falls erforderlich - den Verstand zu Rate nimmt.

 

Trotz allem was ich hier schreibe, was ich herausgefunden, erfahren, gelernt, beobachtet und selbst erlebt habe und bei allem, was ich daraus resümiert habe - es kann auch ganz anders sein!

 

Wenn Menschen von Liebe oder Sich-Verlieben reden, dann schwingt meist eine Verklärung und viel Erwartung mit. Dating Portale und Partnervermittlungen locken mit Lust und Verheißungen, Hochzeitspaare strahlen, Liebeslieder beschreiben einen verzückten Zustand. Aber es gibt auch die andere Seite der Verliebtheit - den Schmerz, die Eifersucht, die Verzweiflung, die Enttäuschung, die Trauer - in der Liebe ist alles möglich.

Wir fühlen uns diesem Gefühl hilflos ausgeliefert. Es ist, als ob jemand Macht über uns hat. Die Liebe kann ungeahnte Kräfte verleihen, sie kann zerstören, sie kann heilen, sie kann beleben, sie kann uns verzweifeln lassen, sie nimmt Besitz von uns und gibt uns ungeahnte Glücksgefühle oder sie lässt uns fallen in nie geahnte Tiefen.

Liebe kann uns verzaubern. Verliebt leben wir in einer anderen Welt, sehen durch eine dick rosarot gefärbte Brille alles verklärt. Der oder die Geliebte erscheint uns wie eine Traumgestalt, die (gefühlt) all unsere Wünsche erfüllt und Träume offenbart.

Es ist eine wunderschöne Zeit verliebt zu sein, schlaflose Nächte zu haben, Lebenslust zu spüren, zu träumen, Geborgenheit zu empfinden und Ängste abzugeben …

Sollte der oder die Auserwählte Fehler oder nicht so optimale Eigenschaften haben, so sieht man das nicht.

Dieser euphorische Zustand soll etwa drei Monate andauern. Nimm diese Zeit nicht so wörtlich! Es ist bei jedem anders. Bei Manchen soll es sogar drei Jahre dauern.

Das gilt aber nur, wenn die Liebe gelebt werden kann und darf. Heimliche Liebe, Liebe, die nicht erwidert wird, also Hinhalte Verhältnisse können endlos dauern und sehr schmerzen.

Erkennen wir, dass die geliebte Person auch einige negative Eigenschaften hat, dann nehmen wir diese gerne in Kauf, da sie sind uns vertraut sind.

Kennst du das, du hast jemanden kennen gelernt und hast das Gefühl, du kennst diese Person schon ewig? Er/sie hat viele gleiche Ansichten, vielleicht die gleichen oder ähnliche Erfahrungen, Interessen oder gar den gleichen Geschmack. Die verschiedensten Spekulationen sind da im Gespräch. Vielleicht kannte man sich schon in einem früheren Leben?

 

Warum wir uns in wen verlieben?

 

Soweit zurück müssen wir nicht gehen. Es sind die Vertrautheiten in diesem Leben, die wir im ersten Moment der Begegnung wahrnehmen, die positiven und die negativen Vertrautheiten.

Wenn wir uns verlieben, dann hat das etwas mit unseren persönlichen Erfahrungen zu tun. Wir verlieben uns in die vertrauten Muster der Kindheit.

Das geschieht unbewusst. Zu über 90% agieren und reagieren wir unbewusst.

Wir treffen auf einen Menschen, der uns Vertrautheiten widerspiegelt. In diesem Moment geschieht das Verlieben.

Die Vertrautheiten können dabei positiv, aber auch negativ oder eine Summe von Beidem sein. Das ist für uns im Augenblick nicht erkennbar. Wir können uns in einen Menschen verlieben, der uns viele positive Erinnerungen widerspiegelt oder in einen Menschen, der uns viele unangenehme Erinnerungen erkennen lässt, es kann aber auch ausgeglichen sein. Wichtig ist, dass das alles unbewusst abläuft und wir tatsächlich in diesem Moment wenig Macht darüber haben.

Je umfangreicher die Vertrautheiten im Anderen sind, umso größer ist die Verliebtheit. Dabei spielt es keine Rolle, ob sie positiv oder negativ sind oder wie das Verhältnis ist.

 

Was sind vertraute Muster?

 

Muster entstehen in den ersten 6 bis 8 Lebensjahren. Was das Kind in dieser Zeit wahrnimmt, hält es für die Wahrheit. Es glaubt, so ist die Welt, denn es hat noch nicht gelernt zu differenzieren, zu unterscheiden, was gut oder schlecht ist. Aus den Erfahrungen, die wir in diesen Lebensjahren machen, bilden wir unseren Lebensstil, unser Lebensmuster. Es ist unsere ganz subjektive, kindliche Weltanschauung.

Da wir schon bestimmte Muster bei der Geburt mitbringen, werten wir die Ereignisse und somit die Welt verschieden. So erklärt sich, dass aus einer Lebenssituation Kinder verschiedene Resümees für ihr Leben ziehen und sich verschiedene Muster entwickeln.

Die Entscheidungen und Einstellungen zu dieser Welt, die das Kind getroffen hat, bleiben erhalten bis ins Erwachsenenalter. Das Kind in uns, mit seiner Meinung von der Welt, lenkt unser Leben - für uns unbewusst.

Nehmen wir das Beispiel von einem Jungen, der mit ansehen muss, dass der Vater die Mutter schlägt. Für diesen Jungen bewirkt das die Erkenntnis, dass es normal ist, wenn ein Mann die Frau schlägt und er wird möglicherweise später selbst so seine Frau behandeln. Für einen anderen Jungen aber ist diese Situation entsetzlich und er wird nie zu einer Frau handgreiflich werden.

Vielleicht kennst du Beziehungen, in denen Prügel an der Tagesordnung sind und du fragst dich warum diese Frau (hier im Beispiel) sich nicht von ihrem Mann trennt. Hier kann man vermuten, dass diese Frau als Kind geschlagen wurde. Diese Situation ist ihr vertraut.

Der Verstand würde sich einen Partner suchen, der liebevoll ist und nicht die alten schmerzhaften Erfahrungen wiederholt.

Seltsamerweise verharren wir lieber passiv in einer schmerzlichen oder gar schlimmen Situation, als uns tatkräftig neuen unbekannten Lebensumständen zuzuwenden.

 

Im folgenden 2.Teil geht es darum, wie wir unsere Muster erkennen.

 

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