Das Geheimnis des Verliebens Teil 2
- 5. Feb.
- 3 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 8. Feb.

Wie können wir unsere Muster erkennen?
Nimm dir mal ein Blatt Papier und schreibe oben alle positiven Erinnerungen auf, die dir aus deinem Leben einfallen und nimm ein zweites Blatt für all die negativen Erinnerungen.
Was hast du gesehen? Wie hast du gelebt? Wie hast du dein Umfeld wahrgenommen? Was war schön? Was empfandst du als schlecht? Wo hast du dich wohl gefühlt und wo nicht?
Was fühlst du, wenn du an deine Mutter oder an deinen Vater denkst?
Oder gab es andere Personen, die für dich auf deinem Leben wichtig waren? Was haben sie dir mitgegeben?
Woran erinnerst du dich?
Beantworte für dich alle Fragen, wenn möglich recht ausführlich. Lass dir Zeit.
Achte besonders auf deine Gefühle in all den Lebenssituationen.
All diese Erfahrungen haben dich geprägt und aus dir den Menschen gemacht, der du heute bist.
Wenn du dir diese Aufzeichnungen genau ansiehst und mit deinen Beziehungen vergleichst, dann wirst du Parallelen erkennen.
Dein Partner oder deine Partnerin spiegeln dir die Vertrautheiten deiner Kindheit wider.
Da fühlst du dich „zu Hause“.
Je mehr Parallelen - egal ob gut oder schlecht - umso verliebter ist man.
Und das geschieht alles ganz unbewusst.
Das Suchen und Aufspüren unserer unbewussten Muster funktioniert gut, wenn wir uns an Begebenheiten erinnern können.
Aber viele Kinder erleben Misshandlungen oder Missbrauch. Die kleine Seele hat die Gabe, Schlimmes zu verdrängen, um überleben zu können. Aber sie vergisst nicht! Selbst wenn wir uns als Erwachsene viel Mühe geben, wir spüren, da ist ein wunder Punkt, aber es kommt keine konkrete Erinnerung. Aber auch diese, aus der Erinnerung verdrängten Erlebnisse, prägen unseren Lebensstil und unsere gelebten Muster gleichermaßen mit.
Möglicherweise ergeben sich daraus Blockaden, die uns daran hindern, eine gute Beziehung oder sogar überhaupt eine Partnerschaft zu leben.
Sie können zu Einsamkeit bis hin zur Depression oder anderen Krankheiten führen.
Wenn wir ein solches Trauma in einer Beziehung erleben (sich also ein Erlebnis aus der Kindheit wiederholt), dann fragen wir uns verzweifelt, was mit uns geschehen ist. Meine Erfahrung sagt mir, dass man die Ursachen aufdecken sollte, um den Verstand einschalten zu können und um die Schmerzen, die uns unbewusst blockieren, auflösen zu können.
Nur einen Feind, den ich kenne, kann ich besiegen!
Zu einer Liebesbeziehung gehören zwei, wie wir ja wissen, und es liegt an beiden Personen, wenn es nicht so ist, wie wir es wünschen.
Wenn wir erst mal verstanden haben, warum Beziehungen nicht glücklich waren oder sind, dann können wir unsere eigenen Anteile an der Liebe erkennen.
Wenn ich mich unterwerfe (das geschieht unbewusst), dann werde ich (ganz unbewusst) einen dominanten Partner finden. Anpassung, Unterwerfung und Gehorsam mag für das Kind richtig gewesen sein, um den Platz in der Familie zu finden. Aber für die erwachsene Person ist das nicht mehr in Ordnung.
Wenn ich meinen Eigenwert nur über Leistung definiere (weil das als Kind so von mir gefordert wurde), dann werde ich vermutlich einen Partner finden, der Leistung einfordert.
Wenn ich meinen Körper oder sogar mich ablehne oder stets kritisiere, wird möglicherweise auch mein Partner lieblos mit mir umgehen.
So fänden sich noch viele negative Beispiele und vielleicht fällt auch dir dazu etwas ein – bei dir, oder bei Menschen die du kennst. Das kann natürlich auch positiv sein.
Hier hebe ich die negativen Beispiele hervor, weil die positiven, die schönen Situationen ja nicht verändert werden müssen.
Wie schön, wenn zum Beispiel eine Frau von sich sagen kann, dass sie den tollsten Vater der Welt hatte und nun einen wunderbaren Partner.
Haben wir unser Muster erkannt, das unsere Beziehungen negativ geprägt hat, so sind wir einer positiven Veränderung schon ein ganzes Stück nähergekommen. Denn was uns bewusst ist, können wir verändern.
Im folgenden Text geht es um Enttäuschungen.


