Das Geheimnis des Verliebens Teil 4
- 3. Feb.
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 21. Feb.

Ewiges Glück
„… und sie waren glücklich bis an ihr Lebensende.“ So enden
Märchen. Für mich klang das immer so, dass nun alle Hürden genommen sind, das Paar hat sich gefunden und die Liebe währt ewig.
Aus all dem, was du bisher gelesen hast, ist zu erkennen, dass oftmals die Voraussetzungen fehlen, ein Miteinander erfüllt leben zu können.
Es sind die falschen und zu großen Erwartungen, die wir an eine Partnerschaft knüpfen und oft auch das Unvermögen, aufeinander zuzugehen. Wir lernen das 1x1 und Rechtschreibung, aber nicht, wie man miteinander kommuniziert.
Wo es im Elternhaus kein Vorbild oder eine Anleitung gegeben hat zu Thema harmonische Partnerschaft und Konflikte lösen, da tut man sich im Leben schwer.
Um das Beziehungsglück zu erhalten, glauben die einen, sich noch mehr verbiegen zu müssen, andere dominieren den Partner oder die Partnerin und wieder andere geben einfach die Verantwortung ab und dem Partner die Schuld an den Spannungen in der Zweisamkeit.
Es gibt keine Schuld! Es gibt nur zwei Menschen, die sich nicht mehr so gut verstehen, wie das einmal war. Menschen entwickeln und verändern sich. Neue Situationen und Herausforderungen lassen uns reifen, jeden auf seine Weise. Oft läuft ein Prozess nicht parallel zwischen den Partnern und so kommt es zur Entfremdung.
Wenn man diese Situation so annehmen kann und daraus die Konsequenz einer sachlichen und friedlichen Trennung ziehen, dann leiden die Kinder nicht unter dem Streit der Erwachsenen und Rechtsanwälte verdienen weniger. Leider ist es in den meisten Fällen nicht so. (Gut für Scheidungsanwälte.)
Manche Menschen glauben, dass der Partner oder die Partnerin durch die Ehe zum Eigentum geworden ist und sind empört, wenn der/die eigene Wege geht. Viele Menschen sind nicht in der Lage, über so Notwendiges wie Gefühle oder Bedürfnisse zu reden. Sie haben das nie gelernt oder schlimmer noch, es wurde in der Erziehung unterdrückt und verboten.
Abhängigkeiten sind oft die Grundlage für eine Ehe oder Beziehung. Der Partner oder die Partnerin soll ein Defizit ausgleichen. Es gibt Männer, die die Frau für den Haushalt oder das Frühstück brauchen. Es gibt aber auch Frauen, die den Mann für die wirtschaftliche Sicherheit suchen. Wenn beide sich auf dieser Basis wohl fühlen, dass ist das in Ordnung.
Aber muss es denn wirklich unbedingt der Partner oder die Partnerin für das ganze Leben sein? Natürlich ist das schön, wenn es so ist. Es ist etwas Wunderbares, wenn zwei Menschen sich lieben und die Gabe haben alle Hürden im gemeinsamen Dialog zu meistern. Aber es kann genauso schön und erfüllend empfunden werden, wenn es mehrere Partnerschaften im Leben gibt.
Je weniger wir an einer Beziehung festhalten wollen, umso größer ist ihre Chance, lange zu bestehen. Freuen wir uns doch einfach über das, was zwischen den Liebenden möglich ist, leben Aktuelles lebendig, ohne der Zukunft eine starre Norm zu geben. Wenn wir gleichzeitig dafür sorgen, dass wir uns als Einzelperson glücklich fühlen, ohne den Partner oder die Partnerin dazu zu benutzen, wenn wir achtsam mit den Gefühlen des anderen umgehen, dann steht einem „ewigen“ Glück nichts entgegen.
Sicher wirft manches, das ich hier geschrieben habe, Fragen auf. Jeder hat seine eigenen Erfahrungen und findet sich vielleicht nicht wieder. Dann schreib mir!


