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Winterspaziergang

  • 8. Jan.
  • 1 Min. Lesezeit

Und wenn ich jetzt wieder vor meinem Schreibtisch sitze und beobachte, wie die Wolken sich vor die Sonne schieben, dann ist es wie unwahr, dass ich eben zwischen Eisschollen unter blauem Himmel, an dem Wolkenfetzen trieben, dem kalten Wind trotzend, über Feld und Wiese gestapft bin. Kreuz und quer durch den Wald, weil ein Bach mir den Weg versperrte, die Gedanken in Träumen versunken – weit weg und doch jeder Schritt real. Eine Auszeit  - die Vögel sangen ihr Winterlied, es knirscht unter den Füßen. Ich ziehe die Mütze über die Ohren, der Wind will sich überall durchschlängeln – das gelingt ihm auch, wenn ich nicht aufpasse. Die Blase drückt – muss warten, bis ich zurück bin. Die Frage, was noch ansteht für heute, schleicht sich ein – sie darf wieder gehen –  geht gerne. Sie weiß, sie hat ihre Zeit und dann genügend Beachtung.

Am Schreibtisch sind die Hände noch kalt, die Nase auch, aber die Wintersonne hat ihre Strahlen in meine Herz geschickt und wärmt es.

Sollte ich öfter machen …

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